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Pferde-Check: Wie gut sind günstige Pferde?

Darf man günstige Pferde kaufen?

Mit der PFERDEBÖRSE in CAVALLO sind Sie beim Pferdekauf gut beraten, denn unser Gratis-Heft in jeder Ausgabe steckt voller Experten-Tipps rund um Kauf-Themen. Ob ein günstiges Pferd ein guter Kauf ist oder ob es wegen bösen Macken billig angeboten wird, finden Sie anhand dieser 10 Profi-Tipps schnell heraus.

(1) Der Info-Check

Je weniger Auskunft der Verkäufer über das Können des Pferds gibt, desto eher können Sie mit einer bösen Überraschung rechnen. Ausbilderin Sabine Ellinger weiß, warum wenig nicht immer mehr ist. Die Gefahr besteht besonders bei rohen Pferden, die angeblich noch nichts kennen und deshalb günstig sein sollen.

Dann schnappt häufig eine miese Falle zu: Daheim nämlich entpuppen sich einige dieser Pferde als sehr wohl schon anlongiert oder angeritten. Das merken Sie, wenn das Tier zum Beispiel panische Angst vor der ihm eigentlich unbekannten -Ausrüstung wie Longe, Peitsche oder Sattel zeigt. Dann könnte es zu -Beginn seiner Ausbildung misshandelt worden sein.

Ein solches Problempferd anzureiten, ist schwer und in Extremfällen unmöglich - auch für Profis. Ein Verkäufer, der solche Macken verschleiert, geht bei der Behauptung „roh“ davon aus, dass ein Käufer ein rohes Pferd vor Ort nicht testen und so die schon vorhandenen Probleme nicht sofort erkennen kann. Tipp: Junge Pferde am besten immer beim Züchter kaufen, weil dieser den Werdegang des Tiers am besten kennt.

Wenn Ihnen der Züchter ebenfalls spanisch vorkommt und/oder Ihnen der Verkaufsgrund nicht plausibel -erscheint, können Sie sich bei anderen nach dem Verkäufer erkundigen. Oder ihn selbst getrost nach seinen Qualifikationen fragen. Eine gute -Anlaufstelle sind auch die Zuchtverbände. Sie kennen ihre Pappenheimer in der Regel ganz genau.

(2) Der Druck-Check

Seriöse Verkäufer setzen Kunden nie unter Druck. Auch wenn andere Interessenten da sind, sollte man Ihnen Bedenkzeit geben. Pferdewirtin Susanne Kohne rät, auch bei Billig-Pferden eine Nacht über der Kaufentscheidung zu schlafen.

Stutzig sollten Sie werden, wenn der Verkäufer versucht, Druck zu machen. Etwa nach dem Motto: „Gleich kommt noch ein Interessent. Wenn der zuschlägt, dann ist das Schnäppchen weg!“ Selbst wenn dem tatsächlich so ist, würde ich immer empfehlen, eine Nacht drüber zu schlafen.

Ein glaubwürdiger Verkäufer, der ein gesundes Pferd - egal wie günstig - vermittelt, wird Sie niemals bei der Entscheidung bedrängen. Er sollte ja auch Interesse an seinem Ruf und einem guten neuen Platz fürs Pferd haben.

(3) Der Pflege-Check

Auch günstige  Pferde sollen gepflegt sein. Stumpfes Fell, verschmierte Schweife oder hauchdünne Eisen sind Warnsignale. Pferdefachtierarzt Dr. Stephen Eversfield sagt, welche gesundheitlichen Warnzeichen Sie beachten sollten.

Das Pferd sollte ein glattes, glänzendes Fell haben - auch Winterfell kann gesund -aussehen. Die Rippen sollten nicht herausstechen, die Hufe gepflegt sein. Papierdünne Hufeisen sind ein Zeichen, dass der Termin beim Hufschmied schon lange überfällig ist.

Der Schweif und die Hinterbeine dürfen nicht kotverschmiert sein. Achten Sie auch auf die Atmung: Setzt das Pferd beim Atmen die Bauchmuskulatur sichtbar ein (Dampf-rinne unterm Rippenbogen), hat es ein Lungenproblem.

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