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Neue Studie zum Equinen Metabolischen Syndrom

Forscher entdecken Risiko-Gen

Forscher der Universiät von Florida und der Cornell Universität identifizieren ein Gen, das mit EMS in Verbindung steht. Ein einfacher Gen-Test könnte künftig helfen, EMS-Kandidaten frühzeitig zu erkennen.

Das Equine Metabolische Syndrom (EMS) ist eine weit verbreitete Wohlstandserkrankung bei Pferden. Doch nicht nur Übergewicht und Bewegungsmangel machen die Tiere krank. Es gibt auch eine genetische Veranlagung. Forscher der Universität von Florida und der Cornell Universität konnten in einer Studie nun erstmals ein spezifisches Gen (FAM174A) identifizieren, das mit EMS in Verbindung steht. Der Schwerpunkt der Studie lag auf einer Gruppe arabischer Pferde mit EMS-Verdacht. Außerdem analysierten die Forscher das Erbgut einer weiteren Arabergruppe und von 102 Pferden, die fünf unterschiedlichen Rassen angehörten. Die aktuellen Untersuchungen zeigten, dass bestimmte Regionen des Gens FAM174A mit typischen EMS-Merkmalen wie erhöhtem Insulin-Spiegel, einem höheren Körperfettanteil und Hufrehe verbunden sind. Ein einfacher Test auf das Risiko-Gen könnte künftig helfen, EMS-Kandidaten frühzeitig zu erkennen und den Ausbruch der Krankheit vielleicht sogar zu verhindern.

EMS-Symptome

  • Fettpolster, vor allem an Hals, Kruppe und Schweifansatz
  • Chronische Hufrehe, oft schwer erkennbar, Pferd läuft nur klamm oder fühlig
  • Fruchtbarkeitsprobleme bei Stuten
  • Anfälligkeit für Infektionen
  • Verminderte Leistungsfähigkeit, rasches Ermüden
  • Muskelschwund

Hat mein Pferd EMS?

Nicht jedes fette Pferd hat EMS. Entscheidend für die Diagnose ist die Insulin-Resistenz. Tierärzte testen sie meist mit dem Oral Sugar Test: Das Pferd bekommt eine Zuckerlösung ins Maul, Blutproben zeigen, wie schnell die Glukose abgebaut wird. Bei gesunden Pferden sinkt das Level ruckzuck, bei insulinresistenten Tieren dagegen kaum.


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