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Tangstedt beschließt die Pferdesteuer – Gegner kündigen Klage an

Als erste Gemeinde in Schleswig-Holstein führt Tangstedt (Kreis Stormarn) die Pferdesteuer ein. Mit 150 Euro pro Pferd und Jahr werden die Reiter zur Kasse gebeten.

Die Proteste im Vorfeld der Abstimmung über die Pferdesteuer in Tangstedt haben nichts genützt. Mit zehn Ja-Stimmen zu sieben Nein-Stimmen entschieden sich die Gemeinderatsvertreter am 14. Juni 2017 für die Einführung der Pferdesteuer. Bürgermeister Norman Hübener (SPD) enthielt sich. In Norddeutschland ist Tangstedt damit die erste Gemeinde, die Pferde besteuert. Bisher gibt es in ganz Deutschland nur drei Kommunen in Hessen mit einer Pferdesteuer: Bad Sooden-Allendorf, Kirchheim und Schlangenbad.

Im schleswig-holsteinischen Tangstedt leben rund 700 Pferde, die ab dem 1. Juli mit 150 Euro pro Tier und Jahr besteuert werden sollen. Die Gemeinde kann also auf Einnahmen von 100.000 Euro im Jahr hoffen. Die Tangstedter Pensions-Pferdehöfe befürchten nun, dass viele Reiter ihre Pferde in unbesteuerten Nachbargemeinden unterbringen.

Die Gegner der Pferdesteuer geben nicht klein bei. Sie wollen klagen und sprechen von einem Verstoß gegen den Sportfördergrundsatz der schleswig-holsteinischen Landesverfassung, sowie von einer Diskriminierung, da vor allem Frauen von den Steuern betroffen seien.


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