Pferdetransport: Diese Rechts-Tipps bringen Sie ans Ziel

Pferdetransport

Muss das Pferd von A nach B, werden Autofahrer nervös. Aber keine Angst vor der Hängerpartie: Diese Rechts-Tipps bringen Sie sicher ans Ziel.

Foto: privat Hängerfahren
Wer mit dem Pferdeanhänger unterwegs ist, muss besonders aufpassen. Experimente können teuer werden.
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Ein gewichtiges Problem: Ein Pferd im Hänger bringt locker 1500 Kilogramm auf die Waage. Kein Wunder, dass vielen die Aussicht, ein Gespann durch den Verkehr befördern zu müssen, Respekt einflößt. Zudem bergen Fahrten mit Anhang Risiken. So können beim Verladen oder unterwegs Unfälle passieren. Mögliche Folgen: Verletzungen, strafrechtliche Nachspiele, manchmal droht der finanzielle Ruin. Doch beherzigen Besitzer und Fahrer einige wichtige Regeln, kommen alle sicher an.

Laut dem Handbuch zu Tiertransporten (Vollzugshinweise zur Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates vom 22. Dezember 2004 über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen sowie zur Tierschutztransportverordnung vom 11.2.2009; von der Projektgruppe der Arbeitsgemeinschaft für Tierschutz überarbeitet und durch die Arbeitsgruppe Tierschutz der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz beschlossen) gilt:

"Bei der Beurteilung, ob ein Transport in Verbindung mit einer wirtschaftlichen Tätigkeit durchgeführt wird, muss der Erwägungsgrund Nr. 12 der Verordnung herangezogen werden. Danach beschränkt sich die wirtschaftliche Tätigkeit nicht nur auf Fälle, in denen unmittelbar ein Austausch von Geld, Gütern oder Dienstleistungen erfolgt (z. B. Spediteure), sondern auch auf Transporte, bei denen direkt oder indirekt ein Gewinn entsteht bzw. angestrebt wird. Dabei ist nicht nur der Transport an sich oder das Ziel des Transportes maßgebend, sondern ob der Transport mit der wirtschaftlichen Tätigkeit des Durchführenden bzw. Auftraggebers im Zusammenhang steht. Es kommt nicht auf die Zweckbestimmung des Einzeltransportes an. Ein Tierhalter/-züchter oder Landwirt, der mit seinen Tieren im Rahmen seiner wirtschaftlichen Tätigkeit Geld verdient und diese zum Verkauf oder Auktion/Ausstellung/Tierschau transportiert, fällt daher unter die Verordnung, ein Hobbytierhalter jedoch nicht (…). Ausschlaggebend ist die wirtschaftliche Tätigkeit des Durchführenden bzw. Auftraggebers, die zu einer Eintragung in einem öffentlichen Register oder einer steuerlichen Veranlagung führt. Als Kriterium für eine „wirtschaftliche Tätigkeit“ kann laut Kommission beispielsweise die steuerliche Veranlagung herangezogen werden. Auch das Vorliegen einer Erlaubnis nach § 11 des Tierschutzgesetzes kann im Einzelfall ein Hinweis auf eine wirtschaftliche Tätigkeit sein."

Somit fallen auch „Hobbyreiter/-züchter“, die beispielsweise zu überregionalen Turnieren oder Zuchtschauen fahren, unter die Verordnung und müssen einen Befähigungsnachweis besitzen.