Weiße Pferde, rote Zahlen

Die Spanische Hofreitschule gibt zuviel Geld aus, moniert der österreichische Rechnungshof.

Laut dessen Bericht häufte das 2001 gemeinsam mit dem Bundesgestüt Piber privatisierte Reitinstitut bis Ende 2006 18,44 Millionen Euro Schulden an. Im vergangenen Jahr sollen weitere 1,9 Millionen Euro Verlust hinzugekommen sein. Schuld sollen hohe Personalkosten sein. So verdient ein Oberbereiter laut Angaben des Rechnungshofs bis zu 173 000 Euro jährlich, ein Bereiter bis zu 121 000 Euro. Die Gehälter, so der Rechnungshof, setzten sich zu mehr als zwei Dritteln aus Zulagen für Vorführungen im In- und Ausland zusammen, die selbst für Auftritte im Wiener Schloss Schönbrunn gezahlt wurden. Der Rechnungshof rät zu Gehaltskürzungen; die seit Dezember 2007 amtierende Geschäfstführerin der Hofreitschule, Elisabeth Gürtler (siehe Foto), will sich an die Vorgaben halten.