Zur Person - Sandra Maahn

Sandra Maahn, 39, moderiert seit 1999 das tägliche NDR-Magazin „DAS!“ sowie die Reitsportsendungen „Sportclub live“ und „Pferd-TV“. Nach ersten Reiterfahrungen als Kind kam sie durch ihre Tochter vor acht Jahren wieder aufs Pferd. Sie besitzt mit ihrem Lebensgefährten Dr. Christoph Goetz zwei Pferde, den 11jährigen bayrischen Warmblut-Wallach Dominango und die sechs Jahre alte Mecklenburger Stute Daggi.

Foto: privat

Welche Reiterin oder welcher Reiter hat Sie am stärksten beeindruckt?
Da gibt es mehrere: Meinen Hut ziehe ich vor Bettina Eistel. Mit wieviel Lebensfreude diese Frau ihre Behinderung im Leben und im Umgang mit ihrem Pferd meistert, ist unglaublich. Ich habe großen ­Respekt vor Dressurreitern wie Isabell Werth, die auch in schweren Prüfungen mit ihrem Pferd eins zu sein scheinen, kann mich aber auch für die ­Stilisten unter den Springreitern sehr begeistern.

Was ist Ihre Lieblingsrasse?
Die Norddeutschen: Oldenburger, Hannoveraner, Holsteiner, Mecklenburger. Das sind die Rassen, mit denen ich aufgewachsen bin, und deren großartige Eigenschaften mir seit Jahren als Reiterin ­großen Spaß machen. Darüberhinaus liebe ich Shire Horses, weil ich generell große Pferde toll finde.

Welches Pferd wollten Sie schon immer mal reiten?
Ich wäre schon glücklich, wenn ich viel mehr Zeit für meine eigenen Pferde hätte. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass Mensch und Pferd Zeit brauchen, um zusammenzuwachsen. Insofern ist die Vorstellung, sich einfach auf ein „berühmtes“ Ross zu setzen, für mich nicht unbedingt erstrebenswert.

Die wichtigste Entwicklung der letzten zehn Jahre?
Ich habe den Eindruck, dass es bei aller Leistungsorientierung im Reitsport immer mehr Aktive gibt, die das Pferd mehr als Kreatur mit Seele und ­weniger als Sportgerät sehen. Das finde ich sehr ­erfreulich.

Hatten Sie schon mal Angst vor einem Pferd?
Da ich grundsätzlich ein eher ängstlicher Mensch bin, mache ich mir schnell – zu schnell vielleicht – Sorgen in Situationen, die ich nicht gut berechnen kann. Ein außer Kontrolle geratenes Gespann auf einem Turnierplatz hat mir zum Beispiel einmal fast das Blut in den Adern gefrieren lassen.