Sind Umweltgifte schuld am Equinen Metabolischen Syndrom (EMS) bei Pferden?

Dieses Pferd hat Übergewicht
Foto: Rädlein

Forscher aus den USA untersuchen den Zusammenhang zwischen Umweltgiften und EMS bei Pferden.

Das Equine Metabolische Syndrom wird oft als Wohlstandskrankheit bezeichnet. Durch einen gestörten Energiestoffwechsel nehmen Pferde extrem zu, entwickeln Insulinresistenzen und erkranken an Hufrehe. Als Ursachen sahen Tierärzte und Forscher bisher vor allem zu viel Futter und zu wenig Bewegung.

Jetzt hat eine Studie aus den USA den Zusammenhang von EMS und Umweltgiften (EDC´s = endocrine-disrupting-chemicals) untersucht. Diese Chemikalien stören das Hormonsystem und sind in Pestiziden, Lösungsmitteln, Plastikflaschen oder Kosmetikbehältern zu finden.

Dazu haben die Wissenschaftler Blutproben von 301 Welsh Ponys und Morgan Horses aus 32 Reitställen untersucht. Zudem sammelten sie Daten zu Haltung, Ernährung und Bewegung der Pferde. Sie fanden starke Indizien, dass EMS mit Umweltgiften zusammenhängen könnte. Wie genau, müssen dann weitere Studien zeigen.

Eine Zusammenfassung der Studie können Sie hier nachlesen.