Diese Bestimmungen gelten beim Geländereiten

Private Wege

Insbesondere bei der Benutzung privater Wege sah der Gesetzgeber schon nach kurzer Zeit Nachbesserungsbedarf. Es folgte eine Gesetzesänderung.

Foto: Rädlein CAVALLO Mitja Hinzpeter
Im Gelände ist nicht alles erlaubt.
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Mit der Gesetzesänderung im Jahre 1980 das Reiten im Wald auf den nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung als Reitwege gekennzeichneten privaten Straßen und Wegen (Reitwegen). Das Bundesverfassungsgericht hatte sich dann im Jahre 1989 mit der Frage auseinanderzusetzen, ob eine solche Beschränkung des Reitens rechtens ist (Aktenzeichen: 1 BvR 921/85).

In dieser Entscheidung stellte das oberste deutsche Gericht deutlich heraus, dass das Reiten als „allgemeine Handlungsfreiheit“ grundgesetzlichen Schutz genießt.

Allerdings stellte das Gericht auch fest, dass dieser Schutz nicht absolut, also frei jeglicher gesetzlicher Beschränkungen, ist und führte aus: „ Das Reiten fällt als
Betätigungsform menschlichen Handelns in den Schutzbereich des Art. 2 Abs.1 des Grundgesetzes, gehört aber nicht zum Kernbereich privater Lebensgestaltung. Es ist danach gesetzlichen Beschränkungen nicht grundsätzlich entzogen.“

Die Regelung des Landes Nordrhein-Westfalen erachtete das Gericht für
verfassungsgemäß und unterstrich damit auch, dass Reiten in Wald und Flur gesetzlichen Beschränkungen unterliegt. Diese gesetzlichen Beschränkungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Die folgende Zusammenfassung stellt die einzelnen landesgesetzlichen Regelungen für Reiter im Wald und in der Flur dar. Da auch die Landesgesetze weitere Befugnisse an die Kommunen geben, ist eine abschließende vollständige Aufstellung der Bestimmungen für Reiter nur schwer möglich.

Es kann gerade wegen der Befugnisse der Behörden und Kommunen, z.B. hinsichtlich der Kennzeichnungspflicht oder der Sperrung bestimmter Gebiete für Reiter, vereinzelt zu Abweichungen der Bestimmungen für Reiter kommen.

Weiter kann es aus praktischen Gründen – weil z.B. die vom Gesetz
vorgeschriebenen Reitwege noch nicht ausgewiesen sind – zu Abweichungen
kommen.